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Josera Futtermittel für Kälber / Ratgeber / Immunitätslücken beim Kalb – “Damit die Immunantwort vom ersten Lebenstag an stimmt!”

Immunitätslücken beim Kalb – "Damit die Immunantwort vom ersten Lebenstag an stimmt!"

Kälberverluste in Deutschland liegen bei ungefähr 15%. Zwei Drittel davon werden durch Durchfallerkrankungen verursacht. Neben Erkrankungen des Verdauungstrakts sind es auch Atemwegsinfekte, die den Start in ein erfolgreiches Kuhleben erschweren können. Was muss ich nun als Landwirt bedenken, um meinen Kälbern einen gesunden und optimalen Start ins Leben zu ermöglichen?

JOSERA Kalb im Kälberiglu trinkend

Passive und aktive Immunisierung

Kälber erhalten, im Gegensatz zum Menschen, keinen intrauterinen Immunschutz. Das heißt, sie kommen ohne Antikörper zur Abwehr von Krankheitserregern auf die Welt. Der körpereigene Immunschutz baut sich erst nach und nach selbst auf. Dieser Vorgang wird auch als aktive Immunisierung bezeichnet. Daher sind die ersten Stunden nach der Geburt entscheidend für einen guten Start ins Leben. Denn den ersten Immunschutz erhält das Kalb über die Biestmilch. Dabei ist zu beachten, dass die Darmschleimhaut nur bis sechs Stunden nach der Geburt für Immunglobuline geöffnet ist. Die relativ großen Antikörper gelangen über die Darmschleimhaut ins Blut. Diese über die Biestmilch passiv erworbene Immunität (=passive Immunisierung) baut sich langsam ab und lässt nach vier bis sechs Wochen deutlich nach. In dieser Zeit ist die eigene aktive Immunität durch Kontakt mit Keimen der Umgebung allerdings noch nicht aufgebaut.

Immunitätslücken

Es ergeben sich also in den ersten Lebenswochen zwei Immunitätslücken beim Kalb (s. Abbildung 1).

Abbildung 1: Immunitätslücken beim Kalb

JOSERA Grafik, die die Immunitätslücken beim Kalb zeigt

Die erste direkt nach der Geburt vor der Aufnahme der Biestmilch und die zweite vier bis sechs Wochen danach, wenn die passive Immunität schon nachlässt, die aktive Immunität aber noch nicht aufgebaut ist. Wird während dieser Zeiten das Immunsystem noch zusätzlichem Stress in Form von Absetzen, Umstallen, Futterumstellung, schlechten Haltungsbedingungen oder schlechtem Futter ausgesetzt, so finden Durchfallerreger zur Besiedlung des Darms ideale Bedingungen vor (s. Abbildung 2).

Abbildung 2: Häufige Krankheitserreger beim Kalb

JOSERA Grafik, die die häufigsten Krankheitserreger beim Kalb zeigt

Häufig reichen die Schutzstoffe der Biestmilch auf Grund von Qualitätsschwankungen nicht aus, selbst wenn die Biestmilchgabe rechtzeitig erfolgt. Die Qualität der Biestmilch hängt von der Laktationsnummer, der Menge des Erstgemelks, der Höhe der Zellzahlen sowie der Jahreszeit ab. Nicht jede Altkuh hat ein gutes Kolostrum und nicht jede Kalbin hat wenige Antikörper in der Biestmilch. Dies lässt sich nur mit einer Biestmilchspindel genau bestimmen. In dieser sensiblen Phase hilft Josera Colostrin die Lücke zu schließen. Denn es versorgt die Kälber von der ersten Minute an mit Immunglobulinen, Milchsäurebakterien, Vitaminen und wichtigen Spurenelementen. Es empfiehlt sich immer unnötigen Stress zu verhindern und die Tiere ausgewogen zu ernähren. Dabei eignen sich während der zweiten Immunitätslücke besonders die Josera-Milchaustauscher Brilliant und GoldenSpezial.

Fazit

Das Futteraufnahmevermögen stellt hinsichtlich der Leistung den limitierenden Faktor bei unseren Milchkühen dar, denn genetisch ist das Leistungspotential der Milchkühe noch nicht ausgeschöpft. Dabei bilden die Kälber den Grundstein für eine spätere gute Milchleistung im Stall. Wird bspw. der Darmtrakt durch Frühdurchfälle irreversibel geschädigt, ist die Resorption von Nährstoffen aus dem Darm bei selbigem Tier oft sehr eingeschränkt. Das heißt eine Durchfallerkrankung kann sich also erheblich auf die spätere Leistung auswirken und nicht nur im Kälberalter zu finanziellen Einbußen führen! Deshalb sollte alles daran gesetzt werden die zwei Immunitätslücken im Kälberalter zu schließen.

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